THE AMERICAN YEAR


Die Selbstdarstellung
April 3, 2007, 6:32
Gespeichert unter: Bewerbung, Nordlicht Stipendium

In der Annahme ohnehin abgelehnt zu werden, setzte ich mich an meine Bewerbung. Einsendeschluss sollte der 31. Dezember sein. Ungefähr im Oktober hatte ich damit begonnen meine Selbstdarstellung zu verfassen. Auf den ersten Blick erschien es mit als relativ einfach einen etwas großzügigeren Text über mich selbst zu schreiben, doch stellte sich dieses schon vor dem ersten Satz als falsche Vermuttung heraus.

Wie fängt man am besten an?

Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten eine Selbstdarstellung zu beginnen. Die meisten Austauschschüler beginnen mit dem Satz „Ich komme aus xy und bin…“ vielleicht ist das der einfachste und sicherste Einstieg. Natürlich ist es auch eine sehr gute Idee mit einem Zitat , einem Spruch oder einfach dem Satz „Ich weiß nicht recht, was ich schreiben soll. Vielleicht erzähle ich mal ein wenig von mir…“. Wobei ich letzteres nicht unbedingt empfehlen möchte. Es klingt doch sehrinformell. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich auch der Anfang: „Ich würde mich sehr freuen, mit Kultur Life und dem Nordlicht Stipendium in die USA gehen zu dürfen, da es mein größter Traum ist“. Man schreibst ein bisschen über deine Familie, deine Freunde, Hobbies und Lieblingsfächer, über das was einem wichtig ist. Wenn möglich bezieht man sein mögliches Austauschland mit ein.

Es gibt unterschiedliche Arten der Selbstdarstellung.

Unter andrem zum Beispiel die kategorisierte Selbstdarstellung. Sie ist unterteilt in verschiedene Themenabschnitte. Beispiele: „Charakter“ oder „Hobbies“ (Überschriften). Man schreibt dann jeweils zu diesem Thema eine ausführliche Erörterung bezogen auf sich selbst. Diese Variante halte ich für einfacher, da man eine Anhaltspunkt hat, worüber man genau zu schreiben versucht. Außerdem ist die Selbstdarstellung für den äußeren Betrachter wesentlich übersichtlicher, als Variante zwei. Die leitende Selbstdarstellung, wie ich sie jetzt einmal frei nennen möchte. Ich persönlich habe mich selber zu dieser Variante entschlossen und bin eingestiegen mit meinem Interesse für ein Austauschjahr und die USA. Danach folgte ein harmonischer Übergang in unterschiedliche Abschnitte. Im Nachhinein bin ich nicht mehr zufrieden mit meine Selbstdarstellung, die ich vor Monaten verfasst habe. Dieses liegt hauptsächlich daran, dass ich zu sehr über meine Ansichten und meine Einstellung geschrieben habe, als über mich und meinen Alltag. Der Umfang sollte möglichst nicht allzu gering sein. Durchschnittlich schätzt man eine Selbstdarstellung auf 2 Seiten. Ich denke wenn man sich im Kopf eine ungefähre Struktur aufgebaut hat, wie man an seine Selbstdarstellung heran gehen will, dann ist der Anfang schon gleich viel einfacher.

Man kann sicher nicht festlegen, welche Art und Weise einer Selbstdarstellung letztendlich am positivsten aufgenommen wird und eigentlich kommte es ohnehin auch nur darauf an, das die Leser sich ein ungefähres Bild von einem verschaffen können. Dieses Bild sollte sicherlich nicht von der Wirklichkeit abweichen und somit möglichst wahrheitsgetreu dargestellt werden.

Und damit man auch ein Paar Anhaltspunkte hat hier Selbstdarstellungen anderer Austauschschüler. Wer Hilfestellung benötigt kann sich auch gerne an mich wenden. Ich weiß schließlich aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist die richtigen Worte zu finden. Meine eigene Selbstdarstellung hätte ich natürlich auch gerne zur Verfügung gestellt. Diese liegt mir jedoch leider nur nur in ausgedruckter Weise vor.



Das Nordlicht Stipendium
April 3, 2007, 3:14
Gespeichert unter: Nordlicht Stipendium

Ich hatte viel gehört über die Vereinigten Staaten von Amerika. Sei es aus dem Englisch Unterricht an der Schule, aus dem großzügigen Reiseführerangebot der stadteigenen Bücherei Rendsburgs oder aus Medien wie dem Fernsehen oder Zeitungen. Neben all diesen allgemein verbreiteten Klischees den Amerikanern gegenüber, erfuhr ich durchaus interessante Aspekte in Bezug auf die Bundesrepublik. Ganz besonders hatte es mir die Lebensweise der Bevölkerung angetan. Man las so viel über die politischen und geschichtlichen Hintergründe Amerikas, das Landschaftsbild oder auch die Wirtschaft, doch kannte man das Land nur auf der Basis vieler Fakten, Diskussionen oder Nachrichten. Ich wollte mehr. Ich wollte das Leben eines Amerikaners erleben und verstehen lernen. Sei es die Einstellung vielen Dingen gegenüber, der Alltag oder auch die Lebensbedingungen. Für mich stand fest, dass ich privat unbedingt einen kleinen Aufenthalt von wenigen Wochen in den USA organisieren wollte. Doch wie sollte es anders sein: Jegliche Planungen scheiterten hauptsächlich an finanziellen Gründen. So sollte es vermutlich sein. Und ebenso vorherbestimmt war vermutlich die Tatsache, dass ich kurze Zeit später durch Zufall auf einen Artikel in den aufmerksam wurde.

Für 1 Jahr in die USA mit einem Stipendium für sozial engagierte Schüler. „Sozial engagiert“ traf eigentlich auf mich zu, denn einige Jahre engagierte ich mich für das Technische Hilfswerk (THW) in Rendsburg. Seit 2004 nahm ich am „Sozialen Tag“ der Organisation „Schüler Helfen Leben“ teil. Ich genoss meine ehrenamtliche Arbeit als Nachmittagsbetreuung in einer Grundschule. Diese befindet sich im Stadtteil Rendsburgs, in welchem Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen und Sozialenschichten leben. Darauf stieß ich durch meine Teilnahme an der „AG Soziales“ der Diakonie. Im Rahmen dieser Arbeitsgemeinschaft behandelten wir Schülerinnen und Schüler in 20 theoretischen sowie auch praktischen Stunden Themen, wie zum Beispiel Beeinträchtigungen, Armut oder Altenpflege. Zudem war es ein Ziel, dass jeder Teilnehmer 60 Stunden ehrenamtlich Praxiserfahrung in einer sozialen Einrichtung sammelte. Ich nahm seit 2005 an dieser AG teil. Im ersten Jahr nutzte ich die Gelegenheit und sammelte im Kreisseniorenheim Jevenstedt sehr viele neue Erfahrungen. 2006 bis 2007 arbeitete ich ehrenamtlich mit Kindern einer Kindertagesstätte. In meiner Schule engagierte ich mich gerne für andere Schüler. Ich übte mit Begeisterung die Position als Schülerfachvertreterin im Fachbereich Französisch und als Klassensprecherin aus. Zwei Mal nahm ich mit Freude am Europäischen Wettbewerb teil und besuchte die Aquarell- AG. Als Gruppenbetreuerin unterstützte ich die evangelischen Gemeindepfadfinder Jevenstedt.

Eine Bewerbung, so entschied ich mich, konnte ich also wenigstens versuchen. Auf der Suche nach näheren Informationen zum Nordlicht Stipendium stieß ich zudem noch auf das Rheingold Stipendium. Dieses unterschied sich von den Anforderungen und dem Bewerbungsverfahren nur minimal vom Nordlicht Stipendium. Ich wollte auch hier zum mindestens eine Bewerbung einsenden.